In ein Studio in Marseille investieren: der komplette Leitfaden, um 2026 nicht auf die Nase zu fallen
Marseille, ein Studio und der Traum vom passiven Einkommen – wo fängt man eigentlich an ?
Ehrlich gesagt : wenn du gerade über ein Studio in Marseille nachdenkst, bist du nicht allein. Die Stadt ist in den letzten Jahren regelrecht aufgewacht. Früher haben viele bei „Marseille“ nur die Klischees im Kopf gehabt, heute reden plötzlich alle über die Quadratmeterpreise, die im Vergleich zu Paris oder Lyon fast schon lächerlich günstig wirken. Und genau da wird’s für Anleger interessant. Aber – und das ist ein großes Aber – günstig heißt nicht automatisch rentabel. Ich hab schon Leute gesehen, die ein „Schnäppchen“ gekauft haben und dann monatelang auf einen Mieter gewartet haben. Autsch.
Was ich an einem Studio so mag ? Der Einstieg ist niedrig, die Nachfrage ist hoch, und gerade in einer Studentenstadt wie Marseille findest du quasi immer jemanden, der eine kleine Wohnung sucht. Bevor du aber loslegst, lohnt es sich, ein Gefühl für den lokalen Mietmarkt zu bekommen – Seiten wie https://location-studio-marseille.fr zeigen dir ganz gut, was kleine Wohnungen in welchem Viertel tatsächlich an Miete bringen, und das ist Gold wert, bevor du irgendwas unterschreibst. Klingt banal, aber genau diesen Schritt überspringen die meisten Anfänger. Und dann wundern sie sich.
Warum überhaupt Marseille ? Die ehrliche Antwort
Marseille ist die zweitgrößte Stadt Frankreichs, mit weit über 800.000 Einwohnern. Riesig. Und sie wächst, anders als manche andere französische Großstadt. Dazu kommt eine der größten Universitäten des Landes, Aix-Marseille, mit zigtausenden Studenten, die alle irgendwo wohnen müssen. Verstehst du, worauf ich hinauswill ? Die Mietnachfrage nach kleinen Einheiten ist strukturell hoch. Das ist kein Hype, das ist Demografie.
Was mich persönlich überrascht hat : die Preisspanne innerhalb der Stadt ist gigantisch. Im Schnitt liegt der Quadratmeterpreis grob bei 3.000 bis 3.500 Euro, aber das sagt eigentlich gar nichts. In manchen Vierteln zahlst du das Doppelte, in anderen die Hälfte. Marseille ist nicht eine Stadt, sondern eher ein Flickenteppich aus sehr unterschiedlichen Welten. Und das musst du verstehen, sonst kaufst du am falschen Ort.
Die Viertel : wo es sich lohnt und wo ich vorsichtig wäre
Fangen wir mit den sicheren Werten an. Rund um den Vieux-Port, in Le Panier oder im siebten Arrondissement Richtung Endoume – da ist die Lage top, die Mieter wollen hin, aber du zahlst eben auch ordentlich beim Kauf. Die Rendite ist dann oft eher mau, dafür schläfst du ruhig.
Spannender finde ich die Zonen, die gerade im Umbruch sind. La Joliette zum Beispiel, das ganze Hafenviertel rund um Euroméditerranée, hat sich komplett gewandelt. Vor zehn Jahren wollte da kaum jemand wohnen, heute ist es ein echtes Stadtviertel mit Büros, Geschäften, Leben. Oder La Plaine und Cours Julien – jung, lebendig, voller Studenten und junger Berufstätiger. Genau die Zielgruppe für ein Studio.
Und wo wäre ich vorsichtig ? Bei den ganz billigen Angeboten in den nördlichen Arrondissements. Klar, der Preis lockt. Aber frag dich ehrlich : willst du da als Fernvermieter wirklich rein ? Manchmal ist das vermeintliche Schnäppchen am Ende das teuerste Investment, weil du Leerstand, Reparaturen und Ärger hast. Perso bleibe ich lieber bei einer soliden mittleren Lage.
Rechnen, rechnen, rechnen – und zwar ehrlich
Jetzt mal Tacheles. Die Bruttorendite, die dir Verkäufer gerne vorrechnen, ist Augenwischerei. Die rechnen einfach Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis und zack, „7 Prozent !“. Schön wär’s.
Was du wirklich einrechnen musst :
Kaufnebenkosten – die berühmten „frais de notaire“, also rund 7 bis 8 Prozent bei einer Bestandsimmobilie. Das ist viel Geld, das einfach weg ist.
Eigentümeranteil der Hausgemeinschaft (charges de copropriété), die bei kleinen Wohnungen anteilig oft heftiger reinhauen, als man denkt.
Die taxe foncière, die in Marseille in den letzten Jahren spürbar gestiegen ist. Nicht ignorieren.
Leerstand und kleine Reparaturen. Plan einfach ein, dass die Wohnung nicht 12 von 12 Monaten vermietet ist und ab und zu was kaputtgeht.
Wenn du das alles abziehst, landest du bei der Nettorendite – und die ist das, was zählt. Wenn da am Ende noch eine gesunde Zahl steht, super. Wenn nicht, Finger weg, egal wie hübsch das Studio ist.
Möbliert oder unmöbliert ? Da hab ich eine klare Meinung
Bei einem Studio in einer Studentenstadt ? Möbliert. Fast immer. Die Mieten liegen höher, die Mieterwechsel sind zwar häufiger, aber die Nachfrage federt das ab. Dazu kommt der steuerliche Vorteil des LMNP-Status (Loueur Meublé Non Professionnel), mit dem du über die Abschreibung deiner Möbel und der Wohnung einen großen Teil deiner Mieteinnahmen steuerlich neutralisieren kannst. Für viele Kleinanleger ist das der eigentliche Gamechanger.
Klar, möbliert heißt auch mehr Arbeit. Du musst einrichten, du hast öfter Wechsel, du kümmerst dich mehr. Aber bei einem Studio finde ich den Aufwand absolut vertretbar. Eine kleine Wohnung möblierst du an einem Wochenende.
Die Fehler, die fast jeder beim ersten Mal macht
Erstens : sich in eine Wohnung „verlieben“. Du wohnst da nicht. Es ist ein Produkt, kein Zuhause. Wenn du anfängst, nach deinem Geschmack zu denken, hast du schon verloren.
Zweitens : die Lage gegenüber der Größe vernachlässigen. Lieber 18 m² in einem gefragten Viertel als 30 m² am Ende der Welt. Bei Studios schlägt Lage fast immer alles andere.
Drittens – und das sehe ich ständig – nicht vor Ort schauen oder mit niemandem reden. Eine Wohnung sieht auf Fotos toll aus und entpuppt sich dann als dunkles Loch im Erdgeschoss zur lauten Straße hin. Geh hin. Oder schick jemanden. Wirklich.
Und viertens : die Finanzierung erst nach dem Kaufentscheid klären. Sprich vorher mit deiner Bank oder einem Kreditmakler. Du willst wissen, was du dir leisten kannst, bevor du dich in ein Objekt verguckst.
Und 2026? Lohnt sich der Einstieg jetzt noch ?
Gute Frage, und ich will dir keinen Quatsch erzählen : Niemand kann den Markt zu 100 Prozent vorhersagen. Was man aber sagen kann – Marseille hat im Vergleich zu anderen Großstädten noch Luft, die Mietnachfrage ist robust, und kleine Wohnungen bleiben das gefragteste Segment überhaupt. Das spricht erstmal für sich.
Mein Rat ? Lass dich nicht von der Jahreszahl verrückt machen. Ein gutes Studio in guter Lage zu einem Preis, bei dem die Nettorechnung aufgeht, ist 2026 genauso ein gutes Investment wie es 2024 war. Die Frage ist nicht „ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, sondern „ist dieses Objekt das richtige“. Und das, mein Freund, findest du nur mit Rechnen, mit Schauen und mit ein bisschen Geduld heraus.
Also – worauf wartest du noch ? Schnapp dir einen Taschenrechner und fang an, Anzeigen zu durchforsten. Aber bitte : mit kühlem Kopf, nicht mit dem Herzen.



